15.11.2010

Ein interessantes Editorial aus dem LinuxUser Magazin...

"...Die Moral der Geschichte: Trau
keinem ohne GPL. Firmen, die
heute scheinbar die besten
Freunde von Open Source sind,
können freier Software schon
morgen empfindlich wehtun,
wenn man sich blind auf bloße
Versprechen verlässt. Ihre Einstel-
lung zu FOSS kann sich jederzeit
ändern, etwa durch eine Über-
nahme (wie bei Sun/Oracle),
durch einen Führungswechsel (wie
bei SCO), oder aufgrund wirt-
schaftlichen Erfolgsdrucks. Das
sollte sich vor allen Dingen
Gnome-Guru Miguel de Icaza klar-
machen, der seit Jahren in Form
von Mono und neuerdings Moon-
light völlig bedenkenlos patent-
verseuchte Microsoft-Technologie
in Linux injiziert. Jetzt schlägt er
allen Ernstes vor, Google solle
doch in Android C# und .NET
statt Java einsetzen..."

So lautet ein Abschnitt aus dem LinuxUser Magazin (Ausgabe 10.2010) vom Chefredakteur Jörg Luther. In dem Editorial geht es um die aktuelle Klage von Oracle gegen Google, um die von Oracle aufgekaufte Firma Sun, um Java und OpenSolaris. Es handelt sich meiner Meinung nach um ein lesenswertes Vorwort. Nach dem Lesen habe ich mich zum Beispiel gefragt, ob sich irgendetwas geändert hätte, wenn Sun Java schon viel früher unter die GPL gestellt hätte. Oder ob das Problem nicht eher bei den Patenten liegt? Mich würde die Meinung von den Lesern interessieren. Was haltet ihr z.B. von dem Editorial? Wäre das alles nicht passiert, wenn Java die GPL als Lizenz verwendet hätte oder sind Patente eher das Problem? Ich würde mich über Kommentare freuen :) !

1 Kommentar:

  1. schwer zu sagen. also für eine ungehindert, schnell voranschreitende technologische entwicklung sind patente eigentlich immer hinderlich!

    und ich würde nicht unbedingt suns entscheidung kritisieren, nicht die standard-gpl zu benutzen. grade im fall von java kann ich es nachvollziehen, dass eine lizenz genutzt/geschaffen wurde, die im fall einer reimplementierung ein standardkonformes produkt fordert, da das für den grundgedanken javas – standardisierte, systemübergreifende plattform zu sein – essentiell ist!

    dennoch würde ich in diesem fall nicht einfach alles auf die patente schieben, aber wie bereits gesagt: schwierig einzuschätzen.

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