"...Die Moral der Geschichte: Trau keinem ohne GPL. Firmen, die heute scheinbar die besten Freunde von Open Source sind, können freier Software schon morgen empfindlich wehtun, wenn man sich blind auf bloße Versprechen verlässt. Ihre Einstel- lung zu FOSS kann sich jederzeit ändern, etwa durch eine Über- nahme (wie bei Sun/Oracle), durch einen Führungswechsel (wie bei SCO), oder aufgrund wirt- schaftlichen Erfolgsdrucks. Das sollte sich vor allen Dingen Gnome-Guru Miguel de Icaza klar- machen, der seit Jahren in Form von Mono und neuerdings Moon- light völlig bedenkenlos patent- verseuchte Microsoft-Technologie in Linux injiziert. Jetzt schlägt er allen Ernstes vor, Google solle doch in Android C# und .NET statt Java einsetzen..."
So lautet ein Abschnitt aus dem LinuxUser Magazin (Ausgabe 10.2010) vom Chefredakteur Jörg Luther. In dem Editorial geht es um die aktuelle Klage von Oracle gegen Google, um die von Oracle aufgekaufte Firma Sun, um Java und OpenSolaris. Es handelt sich meiner Meinung nach um ein lesenswertes Vorwort. Nach dem Lesen habe ich mich zum Beispiel gefragt, ob sich irgendetwas geändert hätte, wenn Sun Java schon viel früher unter die GPL gestellt hätte. Oder ob das Problem nicht eher bei den Patenten liegt? Mich würde die Meinung von den Lesern interessieren. Was haltet ihr z.B. von dem Editorial? Wäre das alles nicht passiert, wenn Java die GPL als Lizenz verwendet hätte oder sind Patente eher das Problem? Ich würde mich über Kommentare freuen :) !
schwer zu sagen. also für eine ungehindert, schnell voranschreitende technologische entwicklung sind patente eigentlich immer hinderlich!
AntwortenLöschenund ich würde nicht unbedingt suns entscheidung kritisieren, nicht die standard-gpl zu benutzen. grade im fall von java kann ich es nachvollziehen, dass eine lizenz genutzt/geschaffen wurde, die im fall einer reimplementierung ein standardkonformes produkt fordert, da das für den grundgedanken javas – standardisierte, systemübergreifende plattform zu sein – essentiell ist!
dennoch würde ich in diesem fall nicht einfach alles auf die patente schieben, aber wie bereits gesagt: schwierig einzuschätzen.